Antifa heißt Klassenkampf: Den Naziaufmarsch in Göttingen am 10.09. zum Desaster machen!

Titelbild 1009v3

Wir als Basisgruppe revolutionärer Antikapitalist*Innen rufen dazu auf, den Naziaufmarsch am 10.09.2016 zu verhindern. Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda und Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!
Als klassenkämpferische Gruppierung betrachten wir Rassismus in erster Linie als Spaltungsinstrument der herrschenden Klasse, um Zwietracht zu säen und den gemeinsamen Klassenstandpunkt zu vernachlässigen. Rassismus entsteht oft dort, wo große soziale Unzufriedenheit herrscht. Anstatt sich dem Klassenfeind zu widmen, werden bestehende Spaltungsinstrumente wie Nationalitäten, Ethnien, Geschlechter und Religionen reproduziert. Anstatt sich nun der Ursache des Elends, nämlich dem Ausbeutungssystem und der Verschärfung der Ausbeutungsverhältnisse durch neoliberale Politik entgegen zu stellen, wird häufig durch die Angst, mir könnte ja jemand etwas wegnehmen, ein Sündenbock gesucht, dem man dann die Schuld für das eigene Elend geben kann. Jenseits des bestehenden Systems zu denken ist schon in der Schulzeit verpönt, bzw. wird es kaum akzeptiert.
Rassismus lässt sich für uns nur dann erfolgreich bekämpfen, wenn man seine Ursachen mit einbezieht und bekämpft. Dennoch halten wir es für unerlässlich die direkte Auseinandersetzung bei Aufmärschen von Faschisten und Rassist*Innen zu suchen, geht doch von diesen Menschen eine unmittelbare Gefahr aus, für all jene, die nicht in das Weltbild der rechten Apologeten passen.

Klassenkämpferisch und Militant!

Wir halten es für legitim durchaus auch zu militanten Mitteln, so sie der Vertreibung von Nazis dienen, zu greifen.
Erst kürzlich wurde in Dortmund wieder ein Genosse niedergestochen. Die Naziszene kann dort nahezu unbehelligt Mordversuche begehen und ihren rechten Terror verbreiten, Antifaschist*Innen werden dort angegriffen, Migrant*Innen müssen um ihr Leben fürchten, es herrscht eine ständige und ernst zunehmende Angst um Leib und Leben. Solche Zustände dürfen nicht geduldet werden! Solche Zustände dürfen andern Orts gar nicht erst entstehen!
Mit den durchaus wichtigen Argumentationen zu Ursachen und Alternativen zu solchen Mitteln, lassen sich aber bereits vorhandene Nazistrukturen nicht zerschlagen. Deshalb ist die Verteidigung von Städten und Dörfern gegen Nazis mit Mitteln, die der Vertreibung von Nazis dienen nicht nur legitim, sondern auch absolut notwendig!
Wir wissen, dass bei vielen Lohnabhängigen und Arbeiter*Innen militante Methoden auf Unverständnis treffen, deshalb erklären wir unsere Position hier auch nochmal so ausführlich. Von Nazis, wie sie im Freundeskreis Thüringen Niedersachsen organisiert sind, geht eine Gefahr aus, der wir etwas entgegen setzen müssen. Der bürgerliche Staat stellt sich immer wieder schützend vor Nazistrukturen oder vernichtet sogar Beweismaterial, wie der Verfassungsschutz im Fall des Terrortrios NSU, deshalb ist er kein effektiver Bündnispartner zu Verminderung der Gefahren, die von solchen Leuten ausgehen, sondern häufig sogar Mittäter.

Für uns heißt Antifaschismus: die Ursachen zu bekämpfen, in dem man zum Beispiel in Streikbewegungen mitwirkt, Vorträge organisiert, alltäglich über den Kapitalismus als Ursache spricht und über die Gefahren, die von Nazis ausgehen informiert.
Es heißt für uns aber auch, dass wir aktiv gegen Nazis vorgehen müssen, dass wir ihnen keinen Zentimeter Erde, weder in der Stadt noch auf dem Land überlassen dürfen, dass wir klar machen müssen, dass ganz Südniedersachsen und insbesondere Göttingen über kurz oder lang kein Ort mehr sein werden in denen Nazis auch nur eine ruhige Minute verbringen können!

Deshalb rufen wir alle Antifaschist*Innen, alle Marxist*innen, alle Revolutionäre und alle Sozialist*Innen auf: Kommt am 10.09.2016 nach Göttingen und macht mit uns und unseren antifaschistischen Bündnispartner*innen den Naziaufmarsch zum Desaster.

Treffpunkt wird um 9 Uhr der Platz der Synagoge sein!

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