Hinter dem Rassismus steht das Kapital!

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In Zeiten des immer offener ausgelebten Rassismus wird antifaschistische Aktivität und Widerstand zu einer immer zentraleren Aufgabe aller politischen Linken. Von immer breiteren Bevölkerungsschichten akzeptierte Faschisten zünden nicht mehr nur unbewohnte Wohnräume an, sondern nehmen mittlerweile ohne weiteres in Kauf, dass Menschen sterben. Leider muss man dabei auch erkennen, dass dieser Entwicklung ein Versagen der politischen Linken vorausgegangen ist. Insbesondere in ländlichen Gebieten, wo zunehmend durch die Gentrifizierung Menschen aus der Arbeiter*innenklasse leben, schafft es die Linke nicht präsent zu sein, und eine wirkliche Alternative zu Armut und Ausbeutung darzustellen. Rechte Kräfte wissen diese Schwäche der Linken nur allzu gut zu nutzen. Gerade dort, wo linke Strukturen schwach sind, schaffen es Faschisten und Rassisten immer wieder eine große Akzeptanz in der Bevölkerung, insbesondere bei Menschen die vom gesellschaftlichen Reichtum ausgeschlossen sind, zu erzielen. Dort wo nur wenige Antifaschist*innen auf einem Fleck sind, leben diese besonders gefährlich. Für eine starke, antifaschistische Bewegung ist es deshalb unabdingbar, auch mit diesen Genoss*innen solidarisch zu sein. In letzter Zeit erreichen uns immer wieder Nachrichten darüber, dass einzelne Antifa-Aktivisten Opfer faschistischer Bedrohung werden. Deshalb muss auch der antifaschistische Selbstschutz wieder im Zentrum unserer Debatten stehen.

Trotzdem dürfen wir uns nicht einschüchtern lassen. Wir müssen über die Zusammenhänge von Kapitalismus und Rassismus aufklären. Wir müssen aufzeigen, wie der Rassismus die Arbeiter*innenklasse spaltet. Der Rassismus verhindert eine wirkliche solidarische Bewegung zwischen allen Arbeiter*innen. So wurden bereits während des Höhepunkts der Euphorie, bei der noch Willkommenskommites an Bahnhöfen standen, Forderungen seitens der Vertreter*innen des Kapitals laut, den Mindestlohn für Geflüchtete nicht gelten zu lassen. Ziel dabei war es Geflüchtete als Lohndrücker einsetzen zu können, und somit der gesamten Klasse zu schaden. Die daraus resultierende Frustration bei Arbeiter*innen, die möglicherweise dadurch nicht mehr angestellt werden, verstärkt diese Spaltungstendenz dann noch mehr. Schuld sind dann subjektiv gefühlt die Geflüchteten, die an Stelle des wirklichen Täters, des Kapitals nämlich, als Sündenbock fungieren. Das Wiederum schwächt den antikapitalistischen Widerstand. Der Widerstand gegen das Kapital setzt außerdem voraus, dass sich Arbeiter*innen der internationalen Solidarität verbunden fühlen. Besinnen sich Arbeiter*innen statt auf ihre Klasse auf die Nation, oder auf eine anders definierte Volksgemeinschaft, stützt das zwingend den Kapitalismus und festigt die Herrschende Klasse in allen Ländern in ihrer Position Wir müssen den Menschen klar machen, dass Rassismus immer im Interesse des Kapitals fungiert, und deshalb jeder antifaschistische Anspruch, immer auch einen antikapitalistischen Anspruch implizieren muss. Rassismus entsteht aus Kapitalismus. Leider versuchen einige Proletarier*innen sich über die Nationen abzugrenzen und dadurch einen Vorteil zu gewinnen. Nur wenn wir als politische Linke es schaffen ihnen klar zu machen, dass die wirkliche Grenze zwischen Kapital und Arbeiter*innen liegt, kann dem Rassismus Einhalt geboten werden.

Gleichzeitig ist derzeit aber auch die direkte Aktion absolut notwendig. Hierzu sollten alle Linken antifaschistische Aktionsbündnisse aufbauen. Sowohl zum Selbstschutz als auch zur Verhinderung faschistischer Übergriffe auf Mitmenschen. Eine Grundlage hierfür kann und sollte die Kampagne „Wohnen, Bleiben, Fluchtursachen bekämpfen – Die Reichen sollen Zahlen“ des BAK Revolutionäre Linke darstellen. Wer Interesse hat im Rahmen dieser Kampagne mit uns gemeinsam zu arbeiten, kann gerne donnerstags ab 19 Uhr beim Blauen Turm in Göttingen vorbeischauen.

Hoch die Internationale Solidarität!

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