Internationale Solidarität gegen den Faschismus!

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Am 12.09.2015 fand in Hamburg  eine antifaschistische Demonstration gegen den so genannten „Tag der Patrioten“ statt. Dieser war zwar zuvor aufgrund der starken antifaschistischen Gegenmobilisierung verboten wurden. Dennoch war nach wie vor davon auszugehen, dass Faschisten und rechte Hooligans durch Hamburg ziehen würden, um ihre menschenverachtende Propaganda zu verbreiten und linke Aktivist*innen und Migrant*innen zu attackieren.

1000e von Antifaschist*innen sorgten gemeinsam dafür, dass dem Faschistenpack kein Meter Hamburg überlassen wird. Zudem fand auch eine bürgerliche Kundgebung gegen Nazis statt, auf der Abschiebepolitiker der SPD versuchten, ihr Image aufzupolieren und ihre menschenverachtende Asylpolitik und ihre Kürzungs- und Sparpolitik, die den Nährboden für Rassismus bildet, reinzuwaschen. Die Mehrzahl der insgesamt weit mehr als 20.000 Demonstrierenden ließ von dieser Propaganda jedoch nicht blenden und war bereit sich den Nazis konsequent entgegenzustellen, anstatt es beim symbolischen Bratwurstessen bürgerlicher Nazigegner zu belassen.

Wir reihten uns mit vielen anderen Genoss*innen der Linksjugend und der SAV im Jugendblock ein, der kämpferisch und laut gegen Faschismus und seinen Ausgangspunkt, das kapitalistische Ausbeutungssystem, protestierte. Faschismus ist die radikalste Form der bürgerlichen Reaktion zur Zerschlagung der Arbeiterklasse. Von daher richtete sich unser Protest nicht nur gegen die Auswirkungen des kapitalistischen Unterdrückungssystems, also gegen organisierte Neofaschisten, sondern nahm auch deren Ursache in den Fokus.

Die staatlichen Repressionsorgane in Form viele Hundertschaften der Polizei, schafften es leider immer wieder kurzfristige Aktionen gegen Nazis zu unterbinden. Gleichzeitig griffen sie immer wieder Antifaschist*innen an. Trotzdem gelang es uns, die Nazis zu vertreiben. Für die Faschisten wurde Hamburg – dank unseres Widerstandes – zum Desaster.

Erwähnenswert sind noch die deutlichen Worte des Hamburger Rappers „Holger Burner“. Dieser entlarvte in sehr klaren und deutlichen Worten, wie verlogen die Worte „Refugees are Welcome“ aus den Mündern derer klingen, die am nächsten Tag wieder rassistische Asylpolitik und Asylbeschränkungen erlassen. Das verdeutlicht einmal mehr, dass neoliberale Parteien wie die SPD für uns kein Bündnispartner, sondern unser politischer Gegner sind.

Trotz des überwältigenden Erfolges der antifaschistischen Gegenproteste, wurde ein Genosse aus Lüneburg im Bahnhofsbereich von ankommenden Faschisten attackiert und erlitt dadurch leichte Verletzungen. Das zeigt einmal mehr, wie gefährlich diese Naziplage doch ist und wie wichtig es ist, ihnen keinerlei öffentlichen oder sozialen Raum zu überlassen. Auch in Zukunft werden wir sie überall dort bekämpfen, wo sie auftreten.

Als wir dann grade dabei waren, das Erlebte zu rekapitulieren, erreichten uns schreckliche Nachrichten aus Hannover, dort fanden sich an diesem Tag Faschisten der „Grauen Wölfe“ zusammen, um gegen die kurdische Arbeiterpartei zu demonstrieren. Hierbei attackierte einer dieser Faschisten einen kurdischen Genossen und fügte ihm durch einen gezielten Messerstich in den Hals eine lebensgefährliche Verletzung zu. Nach vielen Sorgen um das Überleben des Genossen und einiger Gerüchte über seinen Tod, beschlossen wir dem Aufruf der YXK zu folgen und unmittelbar nach Hannover zu fahren, um mit unseren Genoss*innen, gegen den Terror des Erdogan-Regimes und rechte Gruppen gegen linke und kurdische Aktivist*innen in der Türkei – und nun auch in Deutschland – zu demonstrieren. Die in Hamburg gerufenen Parolen bekamen dort nochmal eine ganz andere Dimension. Der Genosse ist mittlerweile übrigens außer Lebensgefahr.

Unser Kampf ist international. Das müssen wir uns immer wieder vor Augen führen.
Der Kampf gegen Rassismus, muss immer mit der Stärkung des Klassenbewusstseins einhergehen. Der Sieg über den Rassismus kann nur dann erfolgen, wenn er mit der Überwindung des Kapitalismus einhergeht.

Hoch die Internationale Solidarität!

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