Wehrt euch, leistet Widerstand!

Am Zeiss-Standort in Göttingen spitzt sich die Lage mehr und mehr zu. Trotz massiver Gewinne: Genug scheint einfach nicht mehr Genug zu sein!

Nach einer Überprüfung der Firma durch die Beratungsagentur Mc Kinsey sucht man nun ganz getreu der Devise „Wachstum, Wachstum über Alles“ nach weiteren Möglichkeiten, den Gewinn und den Profit auf Kosten der Arbeiter*innen zu steigern. Besonders davon betroffen, ist der Standort Göttingen: Hier wird versucht, über freiwillige Abfindungsangebote, die Kampfes- und Widerstandskraft der Belegschaft zu brechen. Die restliche Belegschaft fürchtet nun bereits die Schließung, da der Betrieb bei der voraussichtlich verbleibenden Anzahl an Arbeiter*innen wohl ab Anfang nächsten Jahres nicht aufrecht erhalten werden kann.

Besonders verurteilenswert ist die Unsicherheit, in welche die Beschäftigten gedrängt werden. Vor Ende des Geschäftsjahres bei Zeiss ( 30.09.2015) wird es wohl keine konkreten Aussagen mehr durch die Konzernleitung geben.

Ebenfalls zu verurteilen ist die Haltung des Gesamtbetriebsrats. Es kann einfach nicht sein, dass (wie bereits bei Opel oder anderswo zuvor) einfach einzelne Standorte fallen gelassen werden. Für die Arbeiter*innen wird man nur dann irgendetwas erreichen, wenn die Beschäftigten aller Standorte erkennen, dass ihr Job nur dann sicher ist, wenn alle Arbeiter*innen der verschiedenen Standorte gemeinsam kämpfen und mit dem Sparkurs der Betriebsleitung brechen! Nur gemeinsam können Arbeiter*innen was bewegen. Die Idee durch das Nachgeben an einer Stelle, an anderer Stelle Sicherheiten zu schaffen, ist bisher immer gescheitert und stellt eine Entsolidarisierung der Beschäftigten dar. Ein Betriebsrat der so handelt, handelt gegen die Interessen aller Beschäftigten und hat offenbar nichts von den Dynamiken des Kapitalismus kapiert.

Wir fordern alle Arbeiter*innen bei Zeiss, in allen Standorten, zur Solidarität mit Göttingen auf! Es besteht keinerlei Not zu irgendwelchen Kürzungen, wenn ein Betrieb satte Gewinne einfährt. Wir fordern alle Kolleg*innen hier in Göttingen auf, nicht zu verzagen und mutig und entschlossen für ihren Standort zu kämpfen. Wir fordern alle Antikapitalist*innen und Gewerkschaften auf, sich mit den Kolleg*innen bei Zeiss zu solidarisieren.

Wir fordern, diese verbrecherischen Profitmaximierungsmethoden sofort zu beenden und durch demokratische Überführung der Firma Zeiss in öffentliches Eigentum unter demokratischer Kontrolle der Belegschaft zu ersetzen.

Wir als Basisgruppe Revolutionärer Antikapitalist*innen stehen solidarisch an der Seite der Arbeiter*innen bei Zeiss, und sofern sie kämpfen wollen, werden wir mit ihnen kämpfen.

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